Steuerberaterkammer Niedersachsen
Michaeliskirche -ein UNESCO Welterbe- in Hildesheim
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Steuerberater > Berufspflichten

Berufspflichten

Steuerberater - ein qualifizierter Beruf Der Steuerberater ist aufgrund langjähriger und anspruchsvoller Ausbildung ein kompetenter Berater und Begleiter in einem immer komplexer werdenden Wirtschaftsleben.

Er verfügt entweder über ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung und eine hauptberufliche praktische Tätigkeit von 2 bzw. 3 Jahren oder über eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten oder eine andere kaufmännische Ausbildung mit einer hauptberuflichen praktischen Tätigkeit von zehn Jahren im Bereich der Steuern.

Die Steuerberaterprüfung ist vor dem Landesfinanzministerium abzulegen. Steuerberater in Niedersachsen werden von der Steuerberaterkammer Niedersachsen bestellt.

Die Berufspflichten
Der Steuerberater hat gesetzlich festgelegte Berufspflichten einzuhalten.

Er übt seinen Beruf wie folgt aus:

  • Unabhängig, d.h.
    er untersteht keiner Aufsicht und Weisung durch die Finanzverwaltung und ist in seinen beruflichen Entscheidungen frei.
  • Eigenverantwortlich, d.h.
    er ist an keine Weisungen gebunden, trifft Entscheidungen selbst und trägt die volle Verantwortung für alles, was in seiner Praxis geschieht,
  • Gewissenhaft, d.h.
    der Steuerberater muss die ihm übertragenen Aufgaben sorgfältig ausführen, er muss die gesetzlichen Bestimmungen und Regeln beachten
  • Verschwiegen, d.h.
    der Steuerberater hat ein besonderes Vertrauensverhältnis zu seinen Mandanten, weil er deren persönliche und wirtschaftliche Angelegenheiten umfassend kennt. Grundlage dieses Vertrauensverhältnisses ist die gesetzliche Verpflichtung der Steuerberater zur Verschwiegenheit. Die Verschwiegenheitspflicht erstreckt sich auf alles, was dem Steuerberater in Ausübung seines Berufes anvertraut wird.


Sicherheit für die Mandanten
Der Steuerberater ist verpflichtet, eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für alle Tätigkeiten die er ausübt abzuschließen. Hierdurch sind die Mandanten abgesichert.


Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV)
Gemäß Steuerberatungsgesetz (StBerG) §64 Abs. 1 sind
(1) Steuerberater und Steuerbevollmächtigte an eine Steuerberatervergütungsverordnung gebunden, die das Bundesministerium der Finanzen durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates erläßt.
Das Bundesministerium der Finanzen hat vorher die Bundessteuerberaterkammer zu hören.
Die Höhe der Vergütung darf den Rahmen des Angemessenen nicht übersteigen und hat sich nach

1. Zeitaufwand,
  
2. Wert des Objekts und

3. Art der Aufgabe

zu richten.

Der Steuerberater oder Steuerbevollmächtigte, der eine Vergütungsverordnung erwirbt, ist in gleicher Weise zur Verschwiegenheit verpflichtet wie der beauftragte Steuerberater oder Steuerbevollmächtigte.

(2) Die Abtretung von Vergütungsforderungen oder die Übertragung ihrer Einziehung an einen nicht als Steuerberater oder als Steuerbevollmächtigten zugelassenen Dritten ist unzulässig, es sei denn, die Forderung ist rechtskräftig festgestellt, ein erster Vollstreckungsversuch fruchtlos ausgefallen und der Steuerberater hat die ausdrückliche schriftliche Einwilligung des Auftraggebers eingeholt.

Nachfolgend können Sie die Vergütungsverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften einsehen.
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